Leistungssport-Reform

reformNach den Olympischen Spielen 2012 in London bin ich vom aktiven Leistungssport zurückgetreten und in die "normale" Berufswelt eingestiegen. Um dem Sport etwas zurückzugeben, habe ich mich 2014 für das ehrenamtlich arbeitende Präsidium des DOSB zur Wahl gestellt und wurde bei der Mitgliederversammlung zum Vize-Präsident Leistungssport gewählt. Weitere zwei Jahre später, am Samstag, 3.12.2016, konnte nun das gemeinsam mit BMI und den Ländern erstellte neue Konzept zur Leistungssport-Reform vorgelegt werden. Der Dank für das inhaltlich hervorragende Konzept, dem mit überwältigender Mehrheit zugestimmt wurde, gebührt den zahlreichen Unterstützern aus dem Sport, insbesondere den Hauptamtlichen des DOSB. Das war der Startschuss - jetzt geht es in die Umsetzung für ein besseres Spitzensportsystem in Deutschland!

Update: Die Leitmedien haben zwar zahlreich, aber teilweise etwas einseitig lückenhaft berichtet. Hier der Link zur Aufzeichnung der DOSB-Mitgliederversammlung. Die Rede von BMI-Staatssekretär Engelke beginnt bei 0:40:15 (Thema Finanzen: 0:49:45). Meine Rede zur Beschlussvorlage beginnt bei 1:36:40 (Thema Finanzen: 1:38:20). Um die derzeitige Förderhöhe des Bundes in Höhe von 200 Mio. € ins Verhältnis zu setzen, rechne ich dabei vor, dass somit jeder unserer 80 Mio. Einwohner Deutschlands anteilig 2,50 € pro Jahr für den olympischen Leistungssport bezahlt. Wohlgemerkt pro Jahr für alles. Das entspricht dem Preis eines einzigen Cappuccinos. Ich persönlich denke das ist vertretbar und die Förderhöhe könnte durchaus aufgestockt werden.

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